Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
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Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 6     13. Feb. 2015
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 6  (13.02.2015)

Seite 733-738


Vergleich des marginalen Gingivaepithels bei Rauchern und Nichtrauchern: Eine histomorphometrische und immunhistochemische Studie
Prakash, Priyanka / Rath, Saroj / Mukherjee, Manish / Malik, Ajay / Boruah, Dibyajyoti / Sahoo, N. K. / Dutta, Vibha
Rauchen ist einer der stärksten Vorhersagefaktoren für den Verlust des Attachments und des Knochens. Bei Rauchern sind vermutlich durch die lokale Vasokonstriktion und die vermehrte Gingivadicke die klinischen Entzündungszeichen reduziert. Die Nebenprodukte, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen, verändern die klinischen Merkmale und die Progression der Parodontalerkrankung. Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Beziehung zwischen der Dicke der marginalen Gingiva, der Sulkusblutung, dem Gefäßkaliber und der mikrovaskulären Dichte bei Rauchern und Nichtrauchern mit und ohne Parodontitis. Außerdem sollte die Bedeutung des Rauchens für Parodontalerkrankungen ermittelt werden. An der Studie nahmen 120 Patienten teil (vier Gruppen mit je 30 Patienten). Die klinischen Messungen umfassten die Sondierungstiefe (PD), das klinischen Attachmentniveau (CAL) und den Blutungsindex (BI). Außerdem wurden Gingivaproben entnommen, die immunhistochemisch und histomorphometrisch untersucht wurden. Die Korrelation der klinischen und histologischen Merkmale zeigte, dass Raucher weniger Entzündungszeichen und weniger vaskuläre Elemente in der subepithelialen Bindegewebsschicht aufwiesen, sodass es unabhängig vom Vorhandensein einer Parodontitis zur Epithelverdickung kommt. Die Epitheldicke nahm bei Rauchern mit Parodontitis im Durchschnitt von 181,3 μm (suprapapilläre Epitheldicke [SET]) auf 380,2 μm (maximale Epitheldicke [MET]) und bei Nichtrauchern mit Parodontitis von 157,4 μm (SET) auf 325,3 μm (MET) zu. Die mittlere mikrovaskuläre Dichte war bei Rauchern mit Parodontitis mit 325,4/mm2 statistisch deutlich niedriger als bei Nichtrauchern mit Parodontitis (Mittelwert: 412,13/mm2). Auch das Gefäßkaliber war bei Rauchern (Mittelwert: 4,7 bis 6,1 μm) unabhängig vom Vorhandensein einer Parodontitis niedriger als bei Nichtrauchern (Mittelwert: 6,2 bis 9,2 μm). Die mikrovaskuläre Dichte sowie die Dicke des Gingivaepithels unterschieden sich zwischen Rauchern und Nichtrauchern unabhängig vom Vorhandensein einer Parodontitis statistisch signifikant. Diese Unterschiede können sich auf den Verlauf einer parodontalen Erkrankung auswirken.
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