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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 26 (2006), Nr. 3     30. Juni 2006
Int J Paro Rest ZHK 26 (2006), Nr. 3  (30.06.2006)

Seite 237-245


Operationsplanung und Prothesenanfertigung mit Hilfe der Computertechnologie und der medizinischen Bilddarstellung für die sofortige Belastung von Implantaten im Pterygomaxillare-Bereich
Balshi, Stephen F. / Wolfinger, Glenn J. / Balshi, Thomas J.
Wir schildern ein Behandlungsprotokoll, das die Computertomografie (CT), die CAD/CAM-Technologie und das Internet nutzt, um das Einsetzen von Zahnimplantaten im anterioren und posterioren Bereich zu planen. Weiterhin wird eine präzise Bohrschablone und endgültige Prothese angefertigt, die zum Zeitpunkt der Implantatsetzung eingesetzt wird. Dieses Verfahren reduziert die Eingriffsdauer und die Erholungsphase enorm. Für unbezahnte Patienten wurde für den CT-Scan des Kiefers ein Gebiss mit röntgendichten Markern angefertigt. Die CTBilder (Schnittdicke 0,5 mm) wurden in ein dreidimensionales Bildbearbeitungsprogramm für die Planung und strategischen Einsetzung von Zahnimplantaten übertragen. Nach dem virtuellen Einsetzen der Implantate im Computer wurde der Plan für die chirurgische Behandlung an eine Zahntechnikerwerkstatt geschickt. Dort wurden die Bohrschablone und die Prothese angefertigt. Zum Einsetzen der Implantate in den Pterygomaxillare-Bereich wurden außerdem spezielle Schablonenkomponenten angefertigt. Diese Komponenten, die Schablone und die endgültige Prothese wurden dann an die Praxis geliefert, wo Eingriff durchgeführt werden sollte. Die sofortige Implantateinsetzung wurde mit Hilfe der Schablone und ohne Lappenoperation durchgeführt. Die Prothese wurde eingesetzt, sodass die sofortige funktionale Belastung erreicht war. Es wurden noch geringfügige Anpassungen bei der Okklusion vorgenommen. Der Eingriff dauerte insgesamt nicht einmal 60 Minuten. Es traten nur minimale postoperative Symptome wie Schmerzen, Anschwellen und Entzündungen auf. Die Feststellung des Verhältnisses von Knochen und Zahnposition vor dem Eingriff mit dem dreidimensionalen CT gestattet das präzise Einsetzen der Implantate. Mit Hilfe der CAD/CAM-Technologie und der dreidimensionalen Bildgebung können die Bohrschablone und die endgültige Prothese angefertigt werden. Das ist ein bedeutenden Fortschritt in der Implantologie und Zahnprothetik.