Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen. Weiterhin nutzen wir für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung Google Analytics, welches Cookies setzt. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK, ich bin einverstanden Ich möchte keine Google Analytics-Cookies
Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 29 (2009), Nr. 1     25. Feb. 2009
Int J Paro Rest ZHK 29 (2009), Nr. 1  (25.02.2009)

Seite 99-105


Histologische und histomorphometrische Auswertung der Knochenreaktion um ein Hydroxylapatit-beschichtetes Implantat, das nach 15 Jahren entfernt wurde
Iezzi, Giovanna / Orlandi, Sergio / Pecora, Gabriele / Piattelli, Adriano
Bezüglich der langfristigen Haltbarkeit der HA-Beschichtung (Hydroxylapatit) auf Dentalimplantaten wurden Befürchtungen geäußert. Dabei wird angenommen, dass durch die Resorption des HA zwischen dem Implantat und dem Knochen ein Spalt entstehen könnte, der zur mechanischen Instabilität und zum Misserfolg des Implantats führt. Ein schraubenförmiges HA-beschichtetes Implantat wurde entfernt, weil das Abutment nach 15 Jahren in Funktion gebrochen war. Das Implantat wurde histologisch untersucht. Am Interface zum Implantat lag kompakter, reifer Knochen mit kleinen Markbereichen vor. Unter höherer Vergrößerung zeigte sich, dass nur wenige Osteoblasten vorhanden waren. Es lagen keine multinukleären Riesenzellen vor. Das Vorhandensein vieler sekundärer Osteone in der Nähe der Implantatoberfläche und vieler gegenläufiger Linien waren Anzeichen für ein Knochenremodelling. Am Interface zeigten sich kein fibröses und kein Granulationsgewebe. Die HA-Beschichtung war vollständig resorbiert. Nur 5,1 % ± 2,3 % der Implantatoberfläche waren von der HA-Schicht bedeckt. Der prozentuale Knochen-Implantat-Kontakt betrug 77,6 % ± 5,1 %. Die fast vollständige Resorption der HA-Schicht hatte die Osseointegration anscheinend nicht beeinträchtigt. Das Implantat war osseointegriert und funktionell ausreichend. Die Resorption der HA-Schicht war also wahrscheinlich klinisch kaum signifikant.