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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 29 (2009), Nr. 1     25. Feb. 2009
Int J Paro Rest ZHK 29 (2009), Nr. 1  (25.02.2009)

Seite 89-97


Minimalinvasiver Lappeneingriff und Schmelzmatrix-Derivat zur Behandlung einer lokalisierten aggressiven Parodontitis: Fallbericht
Kaner, Dogan / Bernimoulin, Jean-Pierre / Kleber, Bernd-Michael / Friedmann, Anton
Die lokalisierte aggressive Parodontitis ist eine Parodontalerkrankung, die durch tiefe vertikale Knochendefekte gekennzeichnet ist. Sie betrifft üblicherweise die ersten Molare und Schneidezähne junger Patienten. Die Therapie zielt normalerweise darauf ab, die pathogene Mikroflora durch Scaling und Wurzelglättung und die Verabreichung systemischer Antibiotika zu reduzieren. Eine konservative Parodontaltherapie kann allerdings zur reparativen Wundheilung mit eingeschränkter Regeneration des verloren gegangenen Gewebes führen. Ein Parodontaleingriff in Kombination mit einem Schmelzmatrix-Derivat wurde zur Förderung der Regeneration des verloren gegangenen parodontalen Attachments eingeführt und für die Behandlung der chronischen Parodontitis umfassend untersucht. In diesem Fallbericht wird die Behandlung einer 27-jährigen Patientin beschrieben, die eine schwere lokalisierte aggressive Pardodontitis mit dokumentiertem Krankheitsverlauf hatte. Nach der Eingangstherapie mit Scaling und Wurzelglättung und systemischer Verabreichung von Amoxicillin und Metronidazol wurden die vertikalen Defekte mit minimalinvasiven Access-Flaps in Kombination mit einem Schmelzmatrix-Derivat behandelt. Die klinischen, mikrobiologischen und röntgenologischen Befunde wurden im Anschluss an die Eingangstherapie noch für anderthalb Jahre erhoben. Aus ihnen gehen die gute Wirksamkeit der therapeutischen Strategie und die Stabilität der Behandlungsergebnisse hervor.