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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 29 (2009), Nr. 4     9. Sep. 2009
Int J Paro Rest ZHK 29 (2009), Nr. 4  (09.09.2009)

Seite 411-419


Experimentelle chirurgische und kieferorthopädische Extrusion von Zähnen bei Hunden
Kim, Sung Hyun / Tramontina, Vinícius Augusto / Ramos, Cassiana Maria / do Prado, Antônia, Maria Binder / Passanezi, Euloir / Greghi, Sebastião Luiz Aguiar
In dieser Studie wurden die Wurzeloberflächen von Zähnen nach einer kieferorthopädischen und chirurgischen Extrusion am Hundemodell histologisch untersucht. Es wurden 18 ausgewachsene Rüden verwendet, die in sechs Gruppen zu je drei Hunden aufgeteilt wurden. An jedem Tier wurden zwei Eingriffe vorgenommen: Die schnelle kieferorthopädische Extrusion und die chirurgische Extrusion der oberen lateralen Schneidezähne. Die Tiere wurden sieben, 14, 45, 90, 120 und 180 Tage nach dem Eingriff eingeschläfert, dann erfolgte die Auswertung von Querschnitten des koronalen, medialen und apikalen Drittels der behandelten Zähne. Recht früh wurde in der Gruppe mit der chirurgischen Extrusion eine aktive Oberflächen- und Entzündungsresorption beobachtet. Die Biopsate, die zu späteren Zeitpunkten entnommen wurden, zeigten allerdings in beiden Gruppen eine funktionelle Reparatur des Spalts, der durch die Resorption entstanden war. Die beobachtete Ankylose hatte nur geringe Bedeutung. Sie war in den Biopsaten der Gruppe mit der chirurgischen Extrusion nur vorübergehend vorhanden. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig der Erhalt des parodontalen Ligaments und der Zementoberfläche ist. Beide sind für die Vorbeugung gegen eine Wurzelresorption unerlässlich. Vermutlich ist die kieferorthopädische Extrusion konservativer und physiologischer ist als die chirurgische Extrusion. Die Ergebnisse zeigten allerdings, dass die Funktion in beiden Gruppen wiederhergestellt wurde.