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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
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Int J Paro Rest ZHK 30 (2010), Nr. 1     3. Mär. 2010
Int J Paro Rest ZHK 30 (2010), Nr. 1  (03.03.2010)

Seite 83-87


Anorganischer boviner Knochen (Bio-Oss) reguliert miRNA von osteoblastenartigen Zellen
Palmieri, Annalisa / Pezzetti, Furio / Brunelli, Giorgio / Martinelli, Marcella / Muzio, Lorenzo Lo / Scarano, Antonio / Scapoli, Luca / Arlotti, Marzia / Guerzoni, Laura / Carinci, Francesco
Bio-Oss (Geistlich) besteht aus anorganischem bovinem Knochen. Es wird in der Oralchirurgie häufig für verschiedene Verfahren zur Knochenregeneration verwendet. Es ist allerdings bisher kaum bekannt, wie dieses Biomaterial die Osteoblastenaktivität so modifiziert, dass die Knochenbildung gefördert wird. MicroRNAs (miRNAs) sind eine Klasse von kleinen, funktionellen, nicht kodierenden RNAs mit einer Länge von 19 bis 23 Nukleotiden, die die Transkription von Messenger-RNAs (mRNAs) in Proteinen regulieren. In dieser Studie wurde mithilfe der miRNA-Microarray-Technik die Translationsregulation in einer osteoblastenartigen Zelllinie (MG63) untersucht, die mit Bio-Oss in Kontakt stand. Neun hochregulierte miRNAs (mir-423, mir-492, mir- 191, mir-23a, mir-377, mir-494, mir-214, mir-193b, mir-320) und vier herunterregulierte miRNAs (mir-27a, mir-24, mir-188, let-7c) wurden identifiziert. Da jede miRNA 100 mRNAs reguliert, wurden nur mRNAs analysiert, die in Bezug zur Knochenbildung stehen. Die überwiegende Mehrheit der entdeckten mRNAs sind herunterreguliert, unter ihnen einige Homöobox-Gene (Gene, die die Morphogenese eines gesamten Körpersegments regulieren), wie beispielsweise Noggin und EN1. Eine indirekte positive Wirkung zeigte sich am knochenmorphogenetischen Protein-4. Soweit den Autoren bekannt ist, sind die hier aufgezeichneten Daten die ersten zur Translationsregulation in Osteoblasten, die in Kontakt zu Bio-Oss standen. Diese Studie kann für einen besseren Einblick in den molekularen Mechanismus der Knochenregeneration relevant sein. Außerdem kann sie möglicherweise als Hilfsmittel für die Analyse der kombinierten Anwendung von Zytokinen dienen.
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