We are using cookies to implement functions like login, shopping cart or language selection for this website. Furthermore we use Google Analytics to create anonymized statistical reports of the usage which creates Cookies too. You will find more information in our privacy policy.
OK, I agree I do not want Google Analytics-Cookies
Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 30 (2010), No. 2     3. May 2010
Int J Paro Rest ZHK 30 (2010), No. 2  (03.05.2010)

Page 135-145, Language: German


Sinuslift im Oberkiefer mit rhBMP-2 auf einem azellulären Kollagenschwamm in Kombination mit einem mineralisierten Knochenersatz: Bericht über drei Fälle
Tarnow, Dennis P. / Wallace, Stephen S. / Froum, Stuart J. / Motroni, Alessandro / Prasad, Hari S. / Testori, Tiziano
Ziel der folgenden Fallberichte war es, zu untersuchen, ob mineralisierter Knochenersatz (z. B. Xeno- und Allotransplantate) in Kombination mit dem rekombinanten humanen Wachstumsfaktor Bone Morphogenetic Protein-2 (rhBMP-2) auf einem azellulären Kollagenschwamm (ACS) effektiv verwendet werden können, um: (1) die Transplantatschrumpfung zu reduzieren, die beobachtet wird, wenn nur rhBMP-2/ACS verwendet wird, (2) das erforderliche Volumen und die Dosis von rhBMP-2 zu reduzieren und (3) die Osteoinduktiviät zu erhalten, die rhBMP-2/ACS bei alleiniger Verwendung gezeigt hat. Die wichtigsten Messungen zu den Ergebnissen betrafen vor allem die histomorphometrische Analyse der Produktion von vitalem Knochen und die Analyse der seriellen CT-Scans zur Ermittlung der Veränderungen der Knochentransplantatdichte und -stabilität. Während der sechs Monate dieser Untersuchung nahm die Knochentransplantatdichte tendenziell zu (bei dem Xenotransplantat mehr als bei dem Allotransplantat). Die erhöhte Dichte bei der Verwendung von Allotransplantat war, histologisch gesehen, wahrscheinlich das Ergebnis sowohl der Kompression des mineralisierten Knochenersatzes als auch der Bildung von vitalem Knochen. Der Volumenverlust war bei der Verwendung von vier Schwämmen größer als bei zwei Schwämmen. Das lag an der Kompression und der Resorption der Schwämme. Die Bildung von vitalem Knochen betrug bei der Verwendung von Allotransplantat 36 % bis 53 %, aber wegen der geringen Zahl der Probanden konnte kein signifikanter Unterschied zwischen der Dosis von 5,6 ml (vier Schwämme) und der Dosis von 2,8 ml (zwei Schwämme) ermittelt werden. Die histologische Analyse zeigte die Bildung von robustem neuem Knochen mit nur minimalen Spuren von restlichem Allotransplantat, das anscheinend ein beschleunigtes Remodelling bzw. eine durch das rhBMP-2 vermittelte Resorption durchlaufen hatte.