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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
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Int J Paro Rest ZHK 30 (2010), Nr. 5     1. Nov. 2010
Int J Paro Rest ZHK 30 (2010), Nr. 5  (01.11.2010)

Seite 427-435


Sofortimplantation und Sofortbelastung bei parodontal behandelten Patienten: Eine prospektive klinische 3-Jahres-Studie
Alves, Célia Coutinho / Correia, André Ricardo / Neves, Manuel
Um ein herausnehmbares Provisorium zu vermeiden und ein funktionelles Ergebnis, die Ästhetik und die Lebensqualität für den Patienten zu ermöglichen, wurde ein klinisches Protokoll für die Therapie von parodontal behandelten Patienten entwickelt, die sich mit hoffnungslosen Zähnen im gesamten Ober- oder Unterkiefer vorstellen: Extraktion aller Zähne und sofortige provisorische Versorgung mit einer implantatgetragenen Kunststoffbrücke. Insgesamt wurden 23 parodontal behandelte Patienten (11 Frauen, 12 Männer, unter ihnen vier Raucher und vier Patienten mit eingestelltem Diabetes) in die Studie aufgenommen. Vor der Behandlung wurden Modelle angefertigt und die vertikale Dimension der Okklusion ermittelt. Bei den meisten Patienten wurden im Kiefer entsprechend der chirurgischen Schablone oder der Qualität des Knochens sechs Straumann- Implantate inseriert. Die distalsten Implantate im Oberkiefer waren leicht geneigt, sodass sie etwas weiter distal austraten. Insgesamt wurden 168 Implantate (146 Straumann, 10 Nobel Biocare, acht Biomet 3i und vier Lifecore) inseriert (83 im Ober-, 85 im Unterkiefer). Von den Implantaten im Oberkiefer wurden 74 sofort belastet (Implantatstabilitätsquotient Mentor [ISQm] > 70). Neun wurden verzögert belastet (ISQm <= 70). Von den 85 in den Unterkiefer inserierten Implantaten wurden alle sofort belastet (ISQm > 70). Wenn noch keine Brücke angefertigt worden war, erfolgten die entsprechenden Abformungen während des Eingriffs. Dann wurde die Versorgung innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Eingriff adhäsiv an den sechs Implantaten befestigt bzw. verschraubt. Nach zwei Monaten erfolgten die endgültigen Abformungen. Es wurde eine definitive implantatgetragene Totalrestauration aus Keramikverblendmaterial mit 12 Elementen angefertigt und an allen sechs Implantaten verschraubt bzw. adhäsiv befestigt. Von den 168 Implantaten waren 108 sofort inseriert und 159 sofort belastet worden. Nur zwei Implantate (eins im Unter- und eins im Oberkiefer) waren nicht osseointegriert. Die kumulative Überlebensrate betrug nach drei Jahren 98,74 % (98,65 % im Ober-, 98,82 % im Unterkiefer). Von den insgesamt 26 Restaurationen mit Sofortbelastung (12 im Ober-, 14 im Unterkiefer) wurden sechs adhäsiv befestigt und 20 verschraubt. Die kumulative Überlebensrate nach drei Jahren betrug 100 %. Die Sofortbelastung im Unter- und Oberkiefer bei parodontal behandelten Patienten ist eine prognostizierbare Technik, bei der die kumulative Überlebensrate für Provisorien und definitive Versorgungen 100 % beträgt.
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