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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 1     9. Mai 2011
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 1  (09.05.2011)

Seite 19-27


Augmentation von Hart- und Weichgewebe nach einer kieferorthopädischen Therapie: Ein Fallbericht
Bonacci, Fred J.
Für die Augmentation bei Patienten mit einem dünnen Biotyp wird eine Kombination aus Hart- und Weichgewebstransplantaten verwendet. Eine 26-jährige Frau mit vorstehenden Zähnen im Frontzahnbereich des Unterkiefers und Rezessionen der Miller-Klassen I und III wünschte eine Behandlung nach der kieferorthopädischen Eingliederung ihrer Zähne. Der Eingriff umfasste das Lösen eines bukkalen Volllappens, Penetrationen ins Knochenmark, die Insertion eines Knochentransplantats und den primären Lappenverschluss. Postoperativ wurde die Patientin nach zwei und vier Wochen sowie nach zwei, drei und sechs Monaten einbestellt. Bei der Wiedereröffnung wurde ein gedecktes Bindegewebstransplantat inseriert. Nach diesem Eingriff wurde die Patientin nach zwei, vier, sechs und acht Wochen sowie nach einem Jahr einbestellt. Das Follow-up wurde drei Jahre nach dem ersten Eingriff abgeschlossen. Die interradikulären Konkavitäten wurden beseitigt und der gingivale Biotyp wurde augmentiert. Nach sechs Monaten war noch eine Weichgeweberezession vorhanden. Bei der Wiedereröffnung zeigte sich eine klinische Augmentation des labialen Knochens; an den lateralen Schneidezähnen sowie am linken zentralen Schneidezahn um 2 mm und am rechten Eckzahn um 3 mm. Am linken Eckzahn und am rechten zentralen Schneidezahn war keine Augmentation erreicht worden. Die Dehiszenz am rechten zentralen Schneidezahn wirkte schmaler. Insgesamt wurde eine Zunahme der Dicke/ Höhe des Alveolarknochens um 2 bis 3 mm beobachtet. Zwei Monate nach der Wiedereröffnung war eine fast vollständige Wurzeldeckung erreicht worden. Am linken zentralen Schneidezahn lag noch eine Rezession von 1 mm vor. Die Dicke des Weichgewebes hatte um 2 mm zugenommen. Bei der Höhe des keratinisierten Gewebes war keine Veränderung zu erkennen. Die interradikulären Konkavitäten wurden beseitigt, das Weichgewebe augmentiert und der gingivale Biotyp verändert. Die interdentalen Weichgewebekrater blieben bestehen. Ein Jahr nach der Insertion des Weichgewebetransplantats war am linken zentralen Schneidezahn eine fast vollständige Wurzeldeckung erreicht worden. Dort war zwei Monate postoperativ noch eine restliche Rezession beobachtet worden. Die interradikulären Konkavitäten und die interdentalen Weichgewebekrater wurden ebenfalls beseitigt und die Mukogingivalgrenze klinisch wiederhergestellt. Die klinische Stabilität war auch drei Jahre nach dem ersten Eingriff noch vorhanden. Die Patientin hatte beim Kauen und bei der routinemäßigen Mundhygiene keine Beschwerden mehr. Eine klinische Zunahme der Dicke des labialen Knochens in Verbindung mit einer Augmentation des Weichgewebes sorgt für eine kontinuierliche Stabilität. Das Risiko eines zukünftigen klinischen Attachmentverlusts nimmt dabei ab.