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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 2     24. Mai 2011
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 2  (24.05.2011)

Seite 125-131


Dicke der fazialen Knochenwand im Frontzahnbereich des Oberkiefers: Eine retrospective radiologische Studie unter Verwendung der digitalen Volumentomografie
Braut, Vedrana / Bornstein, Michael M. / Belser, Urs / Buser, Daniel
In dieser Studie wurde mithilfe der Volumentomografie (DVT) die Dicke der fazialen Knochenwand an den Frontzähnen im Oberkiefer analysiert. Ihre anatomische Struktur ist ein wichtiges Entscheidungskriterium zur Auswahl einer geeigneten Therapie für Patienten, die nach Extraktion ein Implantat erhalten sollen. Insgesamt erfüllten 125 DVT-Aufnahmen die Einschlusskriterien, sodass der Stichprobenumfang 498 Zähne betrug. Die Dicke der fazialen Knochenwand wurde auf den DVT-Schnittbildern senkrecht zur Längsachse des Zahns an zwei Punkten gemessen: auf Kammhöhe (4 mm apikal der Schmelz-Zement- Grenze; MP1) und in der Mitte der Wurzel (MP2). Die Knochenwand fehlte bei 25,7 % aller Zähne am MP1 und bei 10,0 % der Zähne am MP2. Bei den meisten der untersuchten Zähne war die faziale Knochenwand dünn (< 1 mm; MP1: 62,9 %; MP2: 80,1 %). Eine dicke Knochenwand (>= 1 mm) wurde am MP1 nur bei 11,4 % und am MP2 nur bei 9,8 % der Zähne festgestellt. Vom ersten Prämolar zu den zentralen Schneidezähnen hin nahm die Dicke der fazialen Knochenwand statistisch signifikant ab. Bei rund 90 % der Patienten fehlte die faziale Knochenwand im krestalen Bereich der Oberkieferfrontzähne oder sie war dünn. In diesen Fällen muss wegen der nachweislich einsetzenden Resorption während der Implantation eine Konturaugmentation erfolgen. Um also eine entsprechende Therapie planen zu können, wird eine radiologische Analyse der fazialen Knochenwand mit der digitalen Volumentomografie empfohlen.