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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 5     21. Nov. 2011
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 5  (21.11.2011)

Seite 453-465


Analyse der Gewebeneubildung in Extraktionsalveolen nach gesteuerter Knochenregeneration: Klinische, histologische und Mikro-CT-Ergebnisse
Neiva, Rodrigo / Pagni, Giorgio / Duarte, Frederico / Park, Chan Ho / Yi, Erica / Holman, Lindsay A. / Giannobile, William V.
Ziel dieses Artikels war eine ausführliche Untersuchung der Heilung von Extraktionsalveolen 12 Wochen nach der Zahnextraktion. Die Alveolen waren mit einer resorbierbaren Kollagenmembran abgedeckt worden, um zu ermitteln, ob diese Membran einen Einfluss auf die Ossifikation hat. Die Studie wurde an 10 konsekutiven Patienten durchgeführt, die eine Extraktion der oberen Prämolaren brauchten. Die Extraktion erfolgte jeweils mit minimalem Trauma. Anschließend wurden die Alveolen nur mit einer Kollagen-Barrieremembran bedeckt. Nach 12 Wochen erfolgte ein zweiter Eingriff, bei dem erneut die klinischen Messwerte erhoben und vor der Implantation Knochenzylinder entnommen wurden, die histologisch und mittels Mikro-Computertomografie (Mikro-CT) untersucht wurden. Dabei zeigte sich eine mittlere horizontale Knochenregeneration von 7,7 mm (bukkopalatinal) und 4,6 mm (mesiodistal). Die durchschnittliche vertikale Knochengewinn betrug 10,9 mm. In der Subtraktionsaufnahme war der Knochen im Zentrum der Alveole im Durchschnitt um 2,1 mm nach apikal verlagert (Bereich 0,7 bis 4,3 mm). Mit dem Mikro-CT und histologisch wurde nach 12 Wochen die Bildung von gut mineralisiertem Gewebe belegt, mit durchschnittlich 45,87 % ± 12,35 % vitalem Knochen. Die ausführliche Auswertung der Knochenneubildung in Extraktionsalveolen, die durch diese Barrieremembran geschützt sind, ergab bereits 12 Wochen nach der Zahnextraktion eine ausreichende Knochenbildung für die Implantatinsertion mit minimalen Veränderungen des alveolären Knochenvolumens. Hinweise auf eine Ossifikation der Membran fanden sich nicht.