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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 5     21. Nov. 2011
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 5  (21.11.2011)

Seite 511-517


Histologischer Nachweis der Osseointegration bei Sofortimplantaten in Extraktionsalveolen mit großer Spaltbreite ohne primären Lappenschluss, Transplantat oder Membran beim Menschen: Ein Fallbericht
Tarnow, Dennis P. / Chu, Stephen J.
In dieser Studie verblieb nach einer Sofortimplantation horizontal und vertikal ein extrem großer Spalt im Implantationsbereich. Der Bereich wurde weder primär verschlossen noch wurden ein Knochentransplantat oder eine Barrieremembran verwendet. Es wurde klinisch und histologisch ermittelt, ob dieses Sofortimplantat koronal am Übergang zur Alveole osseointegrierte. Als Ersatz des nicht erhaltungswürdigen oberen linken Eckzahns wurde in den palatinale Bereich der Extraktionsalveole ein Sofortimplantat mit geradem Heilungsabutment gesetzt. Horizontal verblieb ein Defekt von bukkolingual 4,2 mm, der sekundär heilte. Das Implantat wurde nach fünf Monaten belastet. Nach 10 Monaten wurde aus dem koronalen Anteil des bukkalen Knochens ein Biopsat entnommen. Histologisch ergab sich am koronalen Anteil des Implantat-Knochen-Interfaces ein enger Knochenkontakt bis zum ersten Gewindegang. Die biologische Breite des Implantats war koronal des Knochenkontakts durch Bindegewebe und Saumepithel wiederhergestellt. Dieser Fallbericht beweist klinisch und histologisch, dass Implantate bei einer Sofortinsertion in Extraktionsalveolen mit intakter bukkaler Wand auch bei einem großen Spalt ohne einen primären Lappenschluss, Knochentransplantat oder Barrieremembran einheilen und osseointegrieren.