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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
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Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 6     9. Jan. 2012
Int J Paro Rest ZHK 31 (2011), Nr. 6  (09.01.2012)

Seite 629-635


Fraktale Analyse: Ein neuartiges Verfahren zur Ermittlung der Rauheit der Oberflächentopografie von Implantaten
Perrotti, Vittoria / Aprile, Guiseppe / Degidi, Marco / Piatelli, Adriano / Iezzi, Giovanna
Eine raue Oberfläche für die Osseointegration von Implantaten wurde bislang überwiegend anhand ihrer Amplitude und Höhe beschrieben. Die fraktale Analyse wurde von der fraktalen Geometrie abgeleitet und wird dazu verwendet, die Organisation von natürlichen Objekten zu beschreiben, deren komplexe Form durch einen Wert quantifiziert wird. Die fraktale Dimension (Df) ist ein Index der raumfüllenden Eigenschaften eines Objekts und kann zur Beschreibung der Organisation der Oberflächenrauheit verwendet werden. Je höher die fraktale Dimension ist, umso ungeordneter ist die Oberflächentopografie. Ziel dieser Studie war die Ermittlung der fraktalen Dimension von Implantaten mit drei verschiedenen Oberflächentopografien, um festzustellen, ob sich daraus ein neues Verfahren zur Messung der Rauheit der Implantatoberfläche entwickeln lässt. Insgesamt wurden 45 scheibenförmige Proben (10 x 2 mm) mit drei verschiedenen Oberflächentopografien unter dem Rasterelektronenmikroskop untersucht: maschiniert (Gruppe A), sandgestrahlt und säuregeätzt (Gruppe B) und sandgestrahlt, säuregeätzt und neutralisiert (Gruppe C). Mit der Gitternetzmethode wurde die fraktale Dimension der Bilder mit 20000-facher und 50000-facher Vergrößerung quantifiziert. Die fraktale Dimension korrelierte mit der Bildvergrößerung. Bei einer 20000-fachen Vergrößerung betrug die fraktale Dimension für Gruppe A 1,81, für Gruppe B 1,67 und für Gruppe C 1,59. Bei 50000-facher Vergrößerung war die fraktale Dimension in allen Gruppen niedriger (A: 1,77; B: 1,49; C: 1,42). Die Gruppen A und C unterschieden sich bei beiden Vergrößerungen statistisch signifikant. Die fraktale Dimension wird oft und erfolgreich zur Charakterisierung anatomischer Strukturen, physiologischer und pathologischer Prozesse verwendet. Sie liefert nicht nur einen Index der Rauheit, sondern auch der räumlichen Organisation einer rauen Oberfläche. Daher handelt es sich um ein vielversprechendes Verfahren zur Beschreibung von osseointegrativen rauen Oberflächen.
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