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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 2     30. Apr. 2012
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 2  (30.04.2012)

Seite 197-202


Hydropneumatischer Sinuslift: Eine retrospektive Studie an 40 Patienten
Petruzzi, Massimo / Ceccarelli, Rolando / Testori, Tiziano / Grassi, Felice Roberto
Die Verwendung eines hydropneumatischen Ballons zur Elevation der Sinusmembran ist ein neues Behandlungsverfahren. In der englischsprachigen medizinischen Literatur sind nur wenige Fälle mit Verwendung dieser Technik beschrieben. Für den vorliegenden Bericht wurden nacheinander 40 Patienten mit diesem Verfahren behandelt, die unter der Kieferhöhle eine Knochenhöhe <= 12 mm aufwiesen. Die Ergebnisse wurden retrospektiv analysiert. Der hydropneumatische Sinuslift erfolgte mit piezochirurgischen Instrumenten mithilfe eines Operationsmikroskops (40-fach). Anschließend wurde mit einer Spritze eine Calciumsulfatlösung unter die angehobene Sinusmembran injiziert. Während derselben Operation wurden Implantate mit einem Durchmesser von 4,00 bis 6,50 mm gesetzt. Nach 12 Monaten wurden die Knochenhöhe, Komplikationen des Operationsverfahrens und Implantatmisserfolg dokumentiert. Die Knochenhöhe betrug 14,66 ± 1,48 mm mit einem Sinuslift von 9,01 ± 3,01 mm. Insgesamt wurden 56 Implantate gesetzt. Nach einem Jahr gab es keinen Misserfolg. Die einzigen Komplikationen des Verfahrens waren ein Makroriss und zwei Mirkorisse. Kennzeichen dieses neuen Ansatzes sind seine minimale Invasivität und das geringere Operationstrauma. Die allmähliche Balloninflation ermöglicht die vorhersagbare und atraumatische Präparation der Sinusmembran. Piezoelektrische Instrumente und Mikroskopie machen diese Technik vorhersehbar und sicher. Die relativ kurze Lernkurve dieses Sinuslift-Verfahrens erlaubt seinen Einsatz in der Privatpraxis.