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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 3     6. Juli 2012
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 3  (06.07.2012)

Seite 283-289


Sinuslift mit gesintertem bovinem porösem Hydroxylapatit: Ein Fallbericht
Testori, Tiziano / Iezzi, Giovanna / Manzon, Licia / Fratto, Giovanni / Piattelli, Adriano / Weinstein, Roberto L.
Am häufigsten werden in der Klinik Xenografts als Transplantate eingesetzt. Sie sind bovinen, porcinen oder equinen Ursprungs und müssen vollständig deproteinisiert werden, um immunologische Probleme und die Übertragung von Prionen, Viren usw. zu vermeiden. Die Deproteinisierung erfolgt chemisch mit organischen Lösungsmitteln und durch Wärmebehandlung. Dabei bleibt ein karbonisiertes Hydroxylapatit zurück, das dem menschlichen Knochen ähnlich ist. In diesem Fallbericht wird die Knochenneubildung nach einem Sinuslift mit bovinem porösem Hydroxylapatit untersucht, das in einem Hochtemperaturprozess hergestellt wurde. Bei einer 58-jährigen Patientin wurde ein bilateraler Sinuslift mit diesem Biomaterial durchgeführt. Nach neun Monaten wurden im Rahmen des Zweiteingriffs zwei Stanzbiopsate entnommen und daraus dünne, nicht entkalkte Schliffpräparate angefertigt. Mikroskopisch fand sich an den meisten Partikeln neugebildeter Knochen. Die meisten Partikel waren vollständig in Knochen eingebettet. Es fanden sich weder Hinweise auf eine Resorption an der Oberfläche des Biomaterials noch Spalten oder Bindegewebe am Interface von Knochen und Biomaterial. Auch eine entzündliche Infiltration oder fibröse Kapselbildung im Bereich der Partikel war nicht nachweisbar. Histomorphometrisch betrugen der Anteil an neugebildetem Knochen 25,1 ± 2,3 % und der Anteil an verbliebenen Transplantatpartikeln 37,3 ± 1,1 %, der Knochenmarkraum nahm 38,5 ± 3,1 % ein. Die hier belegten ausgezeichneten Eigenschaften von Endobon beruhen vermutlich auf der porösen Mikrostruktur des Hydroxylapatits mit einem ausgeprägten interkonnektierenden Porensystem. Dies ermöglicht das Einwachsen osteogener Zellen und Gefäße, sodass das Transplantat leichter und schneller integriert wird.