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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 3     6. Juli 2012
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 3  (06.07.2012)

Seite 311-316


Periimplantäre Kollagenfasern an humanen Implantaten mit Morse-Taper-Verbindung unter polarisiertem Licht: Ein Vorbericht über drei Fälle
Degidi, Marco / Piattelli, Adriano / Scarano, Antonio / Shibli, Jamil A. / Iezzi, Giovanna
Die meisten histologischen Studien über periimplantäre Weichgewebe werden an Tieren durchgeführt. In der Regel sind sie auf Implantate im Unterkiefer beschränkt, die mit Standard-Einheilkappen versehen wurden. Nur in wenigen Studien wurden die periimplantären Weichgewebe beim Menschen untersucht. Auch Struktur und Abmessungen der periimplantären Weichgewebe bei sofortbelasteten Implantaten wurden nicht eingehend analysiert. Mit histologischen Daten vom Menschen können Daten von Tiermodellen validiert werden. In dieser histologischen und histomorphometrischen Studie wurden die periimplantären Weichgewebe von drei sofortbelasteten Implantaten beim Menschen untersucht. Die Implantate wurden mit einem Trepanbohrer entnommen und dünne Schliffpräparate angefertigt. Das Sulkusepithel bestand aus vier bis fünf Schichten parakeratinisierter Epithelzellen und besaß eine Länge von 1,2 bis 1,3 mm. Das Saumepithel bestand aus drei bis vier Schichten Epithelzellen und war 1,0 bis 1,5 mm lang. Die Breite des Bindegewebsattachments betrug 400 bis 800 µm. Vom Alveolarknochen aus zogen periimplantäre Kollagenfasern in Bündeln (Dicke 1 bis 5 µm) senkrecht bis auf 200 µm an die Abutmentoberfläche heran und von dort aus parallel in verschiedene Richtungen. Die Kollagenfasern bildeten ein dreidimensionales Netz um das Abutment. Es fand sich weder ein akut noch ein chronisch entzündliches Zellinfiltrat. In keiner der Proben waren senkrecht verlaufende Kollagenfasern mit direktem Kontakt zur Oberfläche des Abutments zu erkennen. Dieses differenzierte Fasernetz ist vermutlich klinisch relevant, da es den darunterliegenden Knochen mechanisch schützt. Die Weichgewebeintegration wurde durch die Sofortbelastung der Implantate nicht beeinträchtigt.