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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 4     11. Sep. 2012
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 4  (11.09.2012)

Seite 401-410


Socket Preservation nach Zahnextraktion mithilfe von bovinem Knochenmineral und einer Kollagenmembran: Eine randomisierte kontrollierte klinische Studie mit histologischer Untersuchung
Cardaropoli, Daniele / Tamagnone, Lorenzo / Roffredo, Alessandro / Gaveglio, Lorena / Cardaropoli, Giuseppe
Nach einer Zahnextraktion nimmt im zahnlosen Bereich die Knochenquantität und -qualität mehr oder minder stark ab. Im Rahmen der vorliegenden randomisierten kontrollierten Studie wurden folgende Untersuchungen vorgenommen: (1) Vergleich der Veränderungen spontan heilender der Extraktionsalveolen mit solchen nach einer Socket Preservation, (2) histologische und histomorphometrische Analyse der transplantierten Alveolen und (3) Vergleich von Veränderungen der Taschentiefe (PPD) sowie der Höhe des klinischen Attachments (CAL) an den Nachbarzähnen der Extraktionsalveole. Bei 41 Patienten, die zur Extraktion eines oder mehrerer oberer oder unterer Prämolaren oder Molaren überwiesen wurden, wurden insgesamt 48 Zähne extrahiert. Die unbezahnten Bereiche wurden randomisiert der Kontroll- (EXT = nur Extraktion) oder der Testgruppe (SP = Extraktion und Socket Preservation) zugewiesen. In der SP-Gruppe wurden die Alveolen mit bovinem Mineral aufgefüllt und mit einer porcinen Kollagenmembran abgedeckt. Bei Studienbeginn und nach vier Monaten wurden an den Nachbarzähnen der Extraktionsalveole PPD, Gingivarezession (REC) und CAL gemessen. An Gipsmodellen wurden die Veränderungen der Alveolarkammhöhe und -breite nach vier Monaten gegenüber der Ausgangssituation untersucht. Nach vier Monaten wurde in beiden Gruppen aus dem Extraktionsbereich Knochen entnommen. PPD, REC und CAL waren in beiden Gruppen vergleichbar. Die Kammbreite hatte jedoch in der SP-Gruppe vier Monate nach der Extraktion deutlich geringer abgenommen (1,04 ± 1,08 mm bzw. 4,48 ± 0,65 mm, P < 0,001), dasselbe galt für die Höhe des Alveolarkamms (0,46 ± 0,46 mm bzw. 1,54 ± 0,33 mm, P < 0,001). Histologisch wiesen die transplantierten Alveolen eine unterschiedlich starke Knochenreifung und -bildung ohne Entzündungsreaktion auf. Der Anteil des mineralisierten und nicht mineralisierten Knochens unterschied sich nicht zwischen den Gruppen. Die horizontale und vertikale Knochenresorption wird im Vergleich zur alleinigen Extraktion durch die Socket Preservation mit bovinem Knochenmineral und porciner Barrieremembran erheblich reduziert.