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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 4     11. Sep. 2012
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 4  (11.09.2012)

Seite 431-437


Histologische und histomorphometrische Evaluation nach Explantation eines Implantats, das vor acht Jahren nach einem Sinuslift mit anorganischem bovinem Knochen, anorganischer boviner Matrix und Cell-Binding Peptide gesetzt worden war: Ein Fallbericht
Degidi, Marco / Piattelli, Adriano / Perrotti, Vittoria / Iezzi, Giovanna
Es gibt in der Literatur nur wenige histologische und histomorphometrische Berichte über die periimplantäre Knochenreaktion an Implantaten, die nach einem Sinuslift mit Biomaterialien gesetzt worden sind. Anorganischer boviner Knochen (ABB) und anorganische bovine Matrix mit Zugabe von aktivem Cell-binding Peptide (PepGen P-15) sind xenogene Materialien mit nachgewiesener Biokompatibilität und Osteokonduktivität. Bei einem 54-jährigen Patienten wurde eine unilaterale Sinusaugmentation mit ABB (50 %) und PepGen P-15 (50 %) durchgeführt. Sechs Monate später wurden zwei Titanimplantate mit sandgestrahlter, säuregeätzter Oberfläche gesetzt. Nach weiteren sechs Monaten wurde eine festsitzende Restauration angefertigt. Ein Implantat frakturierte nach achtjähriger Belastung im koronalen Bereich und wurde mit einem 5-mm-Trepanbohrer entfernt. Im periimplantären Knochen fanden sich nur wenige Partikel der beiden Transplantatmaterialien. Keiner der Transplantatpartikel hatte Kontakt mit der Implantatoberfläche und zwischen den Transplantatmaterialien und der Oberfläche befand sich grundsätzlich Knochen. Es fanden sich weder ein entzündliches Zellinfiltrat noch mehrkernige Riesenzellen oder Zellen einer Fremdkörperreaktion. Die periimplantären Gewebe bestanden zu 51,4 ± 4,8 % aus Knochen, zu 6,2 ± 0,7 % aus ABB-Partikeln, zu 2,4 ± 0,5 % aus PepGen P-15 und zu 40,0 ± 7,1 % aus Markraum. Der Anteil des Knochen-Implantat-Kontakts betrug 78,4 ± 4,1 %. Ein Verfahren zur Sinusbodenaugmentation mit ABB und PepGen P-15 führte zu einer Knochenbildung mit anschließender Osseointegration des Implantats, die auch nach achtjähriger Implantatbelastung noch nachweisbar war.