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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 5     19. Nov. 2012
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 5  (19.11.2012)

Seite 497-507


Ein neues Verfahren zur Wurzeldeckung: die Schlüssellochoperation (Pinhole Surgical Technique)
Chao, John C.
Momentan gilt der Einsatz von freien Bindegewebstransplantaten als das zuverlässigste Verfahren zur Wurzeldeckung. Allerdings hat die Morbidität, die mit der Entnahme der Transplantate einhergeht, das Interesse an anderen Methoden geweckt. In dieser Studie wurde die Eignung eines neuen operativen Ansatzes zur Wurzeldeckung untersucht: das Schlüssellochverfahren (PST, Pinhole Surgical Technique). In dieser retrospektiven Studie wurden die Ergebnisse des PST bei 43 konsekutiven Patienten mit 121 Defekten untersucht. 85 dieser Defekte gehörten zur Klasse I oder II und 36 zur Klasse III. Die mittlere initiale Rezessionstiefe betrug 3,4 ± 1,0 mm und die mittlere Beobachtungszeit 18 ± 6,7 Monate. Ein zweiter Operationsbereich wurde nicht eröffnet, da als Transplantationsmaterial nur eine resorbierbare Membran oder azelluläre dermale Matrix verwendet wurde. Es waren weder Entlastungsschnitte noch eine scharfe Dissektion oder Nähte erforderlich (bei Verwendung der resorbierbaren Membran). Es wurde für den Eingriff lediglich eine Inzision von 2 bis 3 mm zur Eröffnung geführt. Bei Rezessionsdefekten der Klasse I und II erzielte das PST gemessen an der kompletten Wurzeldeckung eine Vorhersagbarkeit von 81,2 % und gemessen an der Defektreduktion eine Effektivität von 94,0 ± 14,8 %. Bei Kombination der Daten für die Klasse I, II und III wurden eine Vorhersagbarkeit von 69,4 % und eine Effektivität von 88,4 ± 19,8 % erreicht. Die Eingriffe dauerten durchschnittlich 22,3 ± 10,1 Minuten. Die mittlere subjektive Patientenzufriedenheit lag bei 95,1 % und wurde im Mittel nach 7,34 ± 13,5 Tagen erreicht. Postoperativ traten kaum Komplikationen auf. Diese Ergebnisse zeigen, dass das PST ein minimalinvasives, vorhersagbares, effektives sowie zeit- und kosteneffektives Verfahren für optimale patientenbasierte Ergebnisse ist.