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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 6     31. Jan. 2013
Int J Paro Rest ZHK 32 (2012), Nr. 6  (31.01.2013)

Seite 631-641


Technik zur Weichgewebsaugmentation mit einem Bindegewebssteg
Zucchelli, Giovanni / Mazzotti, Claudio / Bentivogli, Valentina / Mounsiff, Ilham / Marzadori, Matteo / Monaco, Carlo
Durch einen fokalen Alveolarkammdefekt werden ästhetische Restaurationen vor allem im Frontzahnbereich kompliziert. Der vorliegende Fallbericht beschreibt ein neuartiges Verfahren zur subepithelialen Bindegewebstransplantation bei der Weichgewebsaugmentation von Alveolarkammdefekten der Klasse III. Dazu wurde während der Operation im unbezahnten Bereich ein "Bindegewebssteg" (Connective Tissue Platform) erhalten, der die Stabilisierung und Naht der zur Weichgewebsaugmentation verwendeten Bindegewebstransplantate erleichterte. Um den tiefen horizontalen Weichgewebsverlust auszugleichen, wurde die Breite des deepithelisierten freien Gingivatransplantats verdoppelt. Anschließend wurde es zusammengefaltet, womit eine ausreichende Gewebedicke erzielt wurde. Die Weichgewebskonditionierung auf Höhe des Brückenglieds begann neun Monate nach der Operation. Zunächst wurde das Weichgewebe mit einem Bohrer geformt und der entstandene Raum anschließend mit flüssigem Komposit gefüllt, das auf das Brückenglied gegeben wurde. Die abschließende prothetische Phase begann 14 Monate postoperativ. Durch die Reproduktion der anatomischen Schmelz- Zement-Grenze an den provisorischen und definitiven Restaurationen wurde das Übergangsprofil des Weichgewebes verbessert. Neun Monate postoperativ war eine Weichgewebsaugmentation um 5 mm vertikal und 4 mm horizontal erreicht worden. Das vorgeschlagene Operationsverfahren ermöglichte die einzeitige operative horizontale und vertikale Weichgewebsaugmentation.