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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 1     8. Mär. 2013
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 1  (08.03.2013)

Seite 29-37


Einfluss des Schmelzerhalts auf den Misserfolg von Keramikveneers
Gürel, Galip / Sesma, Newton / Calamita, Marcelo A. / Coachman, Christian / Morimoto, Susana
In der vorliegenden retrospektiven Studie wurden über 12 Jahre die Misserfolgshäufigkeit von Keramikveneers und der Einfluss klinischer Parameter auf den Misserfolg an 66 Patienten mit 580 Keramikveneers untersucht. Folgende Parameter wurden betrachtet: Art der Präparation (Tiefe und Rand), Kronenverlängerung, vorhandene Restaurationen, Diastema, Crowding, Verfärbungen, Abrasion und Attrition. Das Überleben wurde mit dem Kaplan-Meier-Verfahren analysiert. Mit einem Cox-Regressionsmodell wurde ermittelt, anhand welcher Faktoren sich ein Misserfolg von Keramikveneers vorhersagen lässt. Insgesamt schlugen 42 Veneers bei 23 Patienten (7,2 %) fehl. Die kumulative Gesamtüberlebensrate betrug 86 %. Es bestand ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Misserfolg und den Präparationsgrenzen auf der Zahnoberfläche (Präparationsrand und -tiefe). Am häufigsten kam es zur Fraktur (n = 20). Apikale Kronenverlängerung, Restaurationen, Diastema, Verfärbung, Abrasion und Attrition hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Misserfolgsrate. Die Multivarianzanalyse (Cox-Regression) zeigte zudem, dass auf Dentin befestigte Keramikveneers und Veneers mit Präparationsrändern im Dentin etwa 10-mal häufiger versagten als Keramikveneers auf Schmelz. Auch eine koronale Kronenverlängerung erhöhte das Risiko des Misserfolgs um den Faktor 2,3. Bei Präparationsgrenzen im Schmelz lag die Überlebensrate der Veneers bei 99 % und bei nur im Randbereich vorhandenem Schmelz bei 94 %. Keramikveneers weisen bei einem Bonding auf Schmelz hohe Überlebensraten auf und sind eine sichere und zuverlässige Behandlungsoption, die zum Erhalt der Zahnsubstanz beiträgt.