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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 3     24. Juli 2013
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 3  (24.07.2013)

Seite 275-283


Horizontale Alveolarkammaugmentation mit einer Kollagenmembran und einer Kombination aus autogenen Knochenpartikeln und anorganischem bovinem Knochenmineral: Eine prospektive Fallserie an 25 Patienten
Urban, Istvan A. / Nagursky, Heiner / Lozada, Jaime L. / Nagy, Katalin
In dieser prospektiven Fallserie wurde die laterale Kammaugmentation von messerscharfen (knife-edge) Alveolarkämmen mit anschließender Implantation untersucht. Verwendet wurden eine resorbierbare zweilagige Membran aus natürlichem Kollagen und eine Mischung aus autogenem Knochen und anorganischem bovinem Knochenmineral (ABBM). Der Alveolarkamm wurde prä- und postoperativ vermessen, Komplikationen erfasst und histologische Präparate untersucht. Insgesamt wurden bei 25 Patienten mit 31 messerscharfen Alveolarkämmen 76 Implantate gesetzt. Bei einem Defekt trat eine Komplikation aufgrund des Knochentransplantats auf (3,2 %; Exakt-Test 95 % Konfidenzintervall: 0,1 %, 16,7 %). Nach einer durchschnittlichen Einheilungszeit des Transplantats von 8,9 Monaten (Standardabweichung [SA] = 2,1 Monate) ergab sich eine Alveolarkammbreite von durchschnittlich 5,68 mm (SA = 1,42 mm). Klinisch waren alle behandelten Regionen breit genug für die Aufnahme eines Implantats. Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 20,88 Monaten (SA = 9,49 Monate) überlebten alle Implantate. Die histologische Untersuchung von neun Operationsbereichen ergab, dass ABBM von einem dichten Netz aus neugebildetem Knochen in unterschiedlichen Reifegraden verbunden war. Histomorphometrisch lag der Anteil an autogenem Knochen in den Proben bei durchschnittlich 31,0 %, der Anteil von ABBM bei 25,8 % und der Anteil des Markraums bei 43,2 %. Die Behandlung horizontaler Alveolarkammdefekte mit der gesteuerten Knochenregeneration unter Verwendung einer Mischung aus autogenem Knochen und ABBM sowie einer resorbierbaren Barrieremembran aus natürlichem Kollagen kann als erfolgreich bezeichnet werden. Erfolg und Überleben der Implantate müssen zusätzlich in Langzeitbeobachtungen bestätigt werden.