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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 3     24. Juli 2013
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 3  (24.07.2013)

Seite 303-311


Die ästhetische Behandlung periimplantärer Weichgewebsdefekte: Fallbericht über einen modifizierten operativ-prothetischen Ansatz
Zucchelli, Giovanni / Mazzotti, Claudio / Mounssif, Ilham / Marzadori, Matteo / Stefanini, Martina
Weichgewebsdefekte an Implantaten entstehen oft aufgrund überlanger prothetischer Kronen und sind von erheblicher ästhetischer Bedeutung. In dem vorliegenden Artikel wird ein modifizierter prothetisch-operativer Ansatz zur Behandlung periimplantärer horizontaler und vertikaler Weichgewebsdefekte in Position des linken oberen zentralen Schneidezahns beschrieben. Behandelt wurde eine Patientin, die eine gute Ästhetik wünschte. Einen Monat präoperativ wurde die Implantatkrone entfernt, das vorhandene Abutment reduziert und eine kurze provisorische Krone auf Höhe des rechten oberen zentralen Schneidezahns eingesetzt. Die periimplantären Weichgewebsdefekte wurden in einem bilaminären Verfahren mit einem koronalen Verschiebelappen in Envelope-Technik behandelt, der zwei Bindegewebstransplantate bedeckte. Vier Monate postoperativ wurden vor der definitiven Abformung zur Weichgewebskonditionierung ein neues Abutment und eine neue provisorische Krone eingesetzt. Neun Monate postoperativ lag der periimplantäre Weichgewebssaum 4 mm weiter koronal als präoperativ und auf gleicher Höhe wie am rechten zentralen Schneidezahn. Damit wurde 1,5 mm apikal des Weichgewebssaums eine Zunahme der bukkalen Weichgewebsdicke um 2,2 mm erreicht. Das Emergenzprofil des ersetzten Zahns entsprach dem des gesunden rechten zentralen Schneidezahns. Zwei Jahre postoperativ waren der Weichgewebssaum und der Implantatbereich ästhetisch stabil. Dieser Artikel zeigt, dass eine vollständige Korrektur schwerer vertikaler und horizontaler periimplantärer Weichgewebsdefekte durch eine kombinierte mukogingivale und prothetische Behandlung möglich ist und die Zufriedenheit der Patientin erreicht werden konnte.