Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen. Weiterhin nutzen wir für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung Google Analytics, welches Cookies setzt. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK, ich bin einverstanden Ich möchte keine Google Analytics-Cookies
Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 3     24. Juli 2013
Int J Paro Rest ZHK 33 (2013), Nr. 3  (24.07.2013)

Seite 313-321


Anatomische Eigenschaften und ossäre Dimensionen unbezahnter Regionen im oberen Seitenzahnbereich von zur Implantattherapie überwiesenen Patienten
Nunes, Leandro Soeiro de Souza / Bornstein, Michael M. / Sendi, Pedram / Buser, Daniel
In dieser Studie wurde mithilfe der digitalen Volumentomografie (DVT) die Breite und Höhe unbezahnter Regionen im oberen Seitenzahnbereich von Patienten ermittelt, die zur Implantatbehandlung überwiesen wurden. In die Studie eingeschlossen wurden insgesamt 122 DVT-Aufnahmen, sodass insgesamt 252 unbezahnte Regionen analysiert werden konnten. Die orofaziale Kammbreite wurde auf den koronalen Schnitten im rechten Winkel zum Alveolarkamm gemessen und die Knochenhöhe in den entsprechenden Sagittalschnitten ermittelt. Außerdem wurden folgende sekundäre Ergebnisparameter evaluiert: die Sinusbodenmorphologie, das Vorhandensein von Septen in der Kieferhöhle und die Dicke der Sinusmembran. Die mittlere Kammbreite betrug in allen untersuchten Bereichen 8,28 mm und die mittlere Knochenhöhe 7,22 mm. Der Anteil der Patienten mit einer Kammbreite < 6 mm betrug bei fehlenden Prämolaren 27 % und bei fehlenden Molaren 7,8 %. Die Knochenhöhe nahm von den Prämolaren- zu den Molarenregionen ab, wobei ein beträchtlicher Anteil der ersten und zweiten Molarenregion eine Knochenhöhe < 5 mm aufwies (54,12 % bzw. 44,64 %). Bezüglich der Sinusbodenmorphologie waren 53 % der unbezahnten Regionen flach. Ein Septum fand sich bei 67 der unbezahnten Regionen (26,59 %). Die Analyse der Sinusmembran erbrachte 88 Regionen (34,9 %) mit erhöhter Mukosadicke (> 2 mm). Für die Kammbreite und mittlere Knochenhöhe waren die Position des unbezahnten Bereichs und die Sinusbodenmorphologie jeweils statistisch signifikante Variablen. Mit dieser Studie wurde bestätigt, dass bei einem Großteil der unbezahnten Regionen im oberen Seitenzahnbereich vor einer Implantation eine Sinusbodenelevation erforderlich ist. Daher sind bei den meisten Patienten zur Behandlungsplanung detaillierte dreidimensionale DVT-Aufnahmen indiziert.