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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 1     17. Mär. 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 1  (17.03.2014)

Seite 123-130


Rekonstruktion eines schmalen Alveolarkamms mit gesteuerter Knochenregeneration nach Alveolarkammspaltung mit einem rhPDGF-BB-Growth-Factor-angereicherten Allograft
Chiang, Tat / Roca, Ana Lucia / Rostkowski, Sylwia / Drew, Howard J. / Simon, Barry
Wenn ausgeprägte horizontale Alveolarkammdefekte eine gleichzeitige Knochenaugmentation und Implantation ausschließen, wird die Implantation oft später vorgenommen. Es gibt zahlreiche Behandlungsoptionen bei horizontalen Alveolarkammdefekten. Durch Fortschritte im Tissue Engineering kann der Einsatz von Wachstumsfaktoren die Wundheilung deutlich verbessern und zur raschen Neubildung und Reifung von Knochen führen. Anhand der hier vorgestellten klinischen Fälle wird ein Verfahren beschrieben, das die Vorhersagbarkeit des horizontalen Knochengewinns erhöht und das Operationstrauma sowie die postoperativen Komplikationen reduziert. Die Proliferation und Migration von osteogenen Zellen wird mit rekombinantem humanem Platelet-derived Growth Factor-BB (rhPDGF-BB) in Kombination mit einem partikulierten Allograft stimuliert. Durch eine Alveolarkammspaltung mit vertikalen Knocheninzisionen wird die bukkale Platte expandiert und mobilisiert, sodass ein Raum zur Aufnahme der Knochenersatzpartikel entsteht. Aufgrund der Dekortikation der mobilisierten bukkalen Platte entstehen zelluläre und vaskuläre Zugangswege zur Beschleunigung der Reifung. Zur apikalen Verbreiterung des Alveolarkamms wird lateral der mobilisierten bukkalen Platte weiteres Knochenersatzmaterial eingebracht. Mithilfe piezoelektrischer Instrumente ist bei ausgeprägten horizontalen Alveolarkammdefekten eine präzise Inzision in den Knochenkamm möglich, um die Wundheilung zu beschleunigen. In der vorliegenden Studie wird das Verfahren einschließlich der empfohlenen therapeutischen Überlegungen vorgestellt, um vorhersagbar eine ausreichende Knochenmenge zu regenerieren, die eine optimale Implantation in horizontale Alveolarkammdefekte erlaubt. (Int J Par Rest Zahnheilkd 2014; 34: 123-130)