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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 2     30. Apr. 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 2  (30.04.2014)

Seite 157-169


Klinische Evaluation von 860 Lithiumdisilikat-Restaurationen im Front- und Seitenzahnbereich: Eine retrospektive Studie mit einer Beobachtungszeit von durchschnittlich drei und höchstens sechs Jahren
Fabbri, Giacomo / Zarone, Fernando / Dellificorelli, Gianluca /Cannistraro, Giorgio / De Lorenzi, Marco / Mosca, Alberto / Sorrentino, Roberto
In der hier vorgestellten Studie wurde das klinische Ergebnis von Lithiumdisilikat- Restaurationen auf natürlichen Zähnen und Implantaten beurteilt. Bei 312 Patienten wurden 860 adhäsiv befestigte Lithiumdisilikat-Restaurationen (Kronen auf natürlichen Zähnen und Implantat-Abutments, Veneers und Onlays) eingesetzt. Ausschlusskriterien waren eine unkontrollierte Parodontitis und Gingivitis, während Patienten mit parafunktionellen Habits in die Studie aufgenommen wurden. Veneers mit einer Dicke von bis zu 0,5 mm wurden mit flüssigem Komposit oder lichthärtendem Zement befestigt und Veneers mit einer Dicke von bis zu 0,8 mm mit dual härtenden Kompositen. Onlays mit einer Dicke von bis zu 2 mm wurden mit flüssigem Komposit oder dual härtendem Zement befestigt. Kronen mit einer Dicke von bis zu 1 mm wurden mit selbstadhäsivem oder dual härtendem Kompositzement fixiert. Der Beobachtungszeitraum betrug 12 bis 72 Monate (Mittelwert: drei Jahre). Mithilfe der modifizierten Kriterien der California Dental Association (CDA) wurden die mechanischen und ästhetischen Ergebnisse der Restaurationen evaluiert und die Daten mit deskriptiver Statistik ausgewertet. Insgesamt traten 26 mechanische Komplikationen auf: 17 Keramikchippings, fünf Frakturen und vier Retentionsverluste. Die strukturellen Probleme traten vor allem im Seitenzahnbereich auf. Monolithische Restaurationen wiesen die geringste Rate mechanischer Komplikationen auf. Die klinische Zufriedenheit mit den erfolgreichen monolithischen und mehrschichtigen Restaurationen war gemessen an den modifizierten CDA-Kriterien für Farbpassung, Keramikoberfläche und Randintegrität zufriedenstellend. Die kumulativen Überlebensraten der Lithiumdisilikat-Restaurationen betrugen 95,46 bis 100 %, die kumulativen Erfolgsraten 95,39 bis 100 %. Alle Restaurationen wiesen sehr hohe Überlebens- und Erfolgsraten auf. Die Verwendung von festsitzenden Lithiumdisilikat-Restaurationen ist kurz- und mittelfristig effektiv und zuverlässig.