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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 2     30. Apr. 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 2  (30.04.2014)

Seite 251-259


Synthetisches, nanokristallines Hydroxylapatit-Silikagel für die Sinusbodenelevation beim Menschen: Histologische und histomorphometrische Ergebnisse
Bosshardt, Dieter D. / Bornstein, Michael M. / Carrel, Jean-Pierre / Buser, Daniel / Bernard, Jean-Pierre
In der hier vorgestellten Studie wurde die Knochenneubildung nach Sinusbodenelevation mit einem synthetischen Knochenersatzmaterial aus nanokristallinem Hydroxylapatit untersucht, das in eine hochporöse Silikagel-Matrix eingebettet ist. Bei acht Patienten wurde über einen lateralen Zugang vor der Implantation eine Sinusbodenaugmentation durchgeführt. Nach dem Anheben der Sinusmembran wurde der Raum mit einer Mischung aus 0,6 mm großen nanokristallinen Hydroxylapatitgranula und Patientenblut aufgefüllt. Das Knochenfenster wurde mit einer Kollagenmembran (Gruppe 1) oder einer plättchenreichen Fibrinmembran (Gruppe 2) abgedeckt. Nach einer Einheilungszeit von sieben bis 11 Monaten (in einem Fall nach 24 Monaten) wurden während der Präparation des Implantatbetts mit einem Trepanbohrer 16 Gewebeproben entnommen und histomorphometrisch der Anteil von neuem Knochen, residuellem Transplantatmaterial und Weichgewebe bestimmt. Vier Proben wurden nicht berücksichtigt, da das Gewebe unvollständig entnommen worden war. In allen anderen Proben fand sich im augmentierten Bereich neuer Knochen. In Gruppe 1 fanden sich 28,7 ± 5,4 % neuer Knochen, 25,5 ± 7,6 % residuelles Transplantatmaterial und 45,8 ± 3,2 % Weichgewebe, in Gruppe 2 28,6 ± 6,90 % neuer Knochen, 25,7 ± 8,8 % residuelles Transplantatmaterial sowie 45,7 ± 9,3 % Weichgewebe. Die Unterschiede zwischen den Gruppen waren jeweils statistisch nicht signifikant. In Gruppe 1 fanden sich mindestens 21,2 % und höchstens 34,1 % neuer Knochen, in Gruppe 2 betrugen diese Werte 17,4 % bzw. 37,8 %. Nach der Sinusbodenelevation beim Menschen mit nanokristallinem Hydroxylapatit bildet sich ähnlich viel neuer Knochen, wie in der Literatur auch für andere synthetische oder xenogene Knochenersatzmaterialien angegeben. Die plättchenreiche Fibrinmembran hatte keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber der nicht quervernetzten Kollagenmembran.