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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 3     16. Juli 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 3  (16.07.2014)

Seite 289-296


Behandlung von Extraktionsalveolen im ästhetischen Bereich mit autogenen Hart- und Weichgewebstransplantaten: Eine konsekutive klinische Studie über fünf Jahre
Hanser, Thomas / Khoury, Fouad
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie sich der Knochenerhalt und die Knochenneubildung in Extraktionsalveolen mit labialen Knochendefekten entwickeln, nachdem sie mit autogenen Hart- und Weichgewebstransplantaten behandelt wurden. Von 2004 bis 2006 wurden konsekutiv bei 49 Patienten insgesamt 58 Extraktionsalveolen sofort vollständig mit autogenen Knochen- Chips aufgefüllt. In allen Fällen fehlte nach der Extraktion mindestens die Hälfte der labialen Alveolenwand. Die Extraktionsalveolen wurden mit einem freien Gingiva-Bindegewebstransplantat aus dem Gaumen gedeckt. Etwa 10 bis 12 (im Mittel 10,9) Wochen nach der Augmentation der Extraktionsalveole wurden Implantate gesetzt. Bei sieben konsekutiven transplantierten Alveolen wurden mit einem Trepanbohrer Gewebeproben entnommen und histomorphometrisch untersucht. Vor der Zahnextraktion sowie ein und fünf Jahre nach dem Einsetzen der Restauration wurde der labiale Bereich des Alveolarkamms mit einem standardisierten Verfahren volumetrisch untersucht. In 47 (81,0 %) der behandelten Extraktionsalveolen konnten die Implantate ohne weitere augmentative Maßnahmen gesetzt werden. Bei 11 Patienten (19,0 %) wurde die Implantation mit lokalem Bone Spreading kombiniert. Die Knochentransplantate waren 10 bis 12 (im Mittel 10,9) Wochen nach der Augmentation der Extraktionsalveolen reif und gut vaskularisiert. Es fanden sich durchschnittlich 52,0 ± 8,6 % vitaler Knochen. Die standardisierte volumetrische Messung ergab, dass sich 83,3 % der Referenzpunkte an der äußeren Alveolenwand weder ein noch fünf Jahre nach dem Einsetzen der Restauration signifikant gegenüber dem Ausgangswert geändert hatten. Für keinen der Referenzpunkte veränderte sich der Messwert nach fünf Jahren signifikant gegenüber dem Wert nach einem Jahr. Bei labialen Knochendefekten ermöglicht das Ridge-Preservation-Verfahren mit autogenen Hart- und Weichgewebstransplantaten die Knochenneubildung sowie einen lanfristigen Knochenerhalt und reduziert zudem die Behandlungsdauer.