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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 3     16. Juli 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 3  (16.07.2014)

Seite 299-305


Die Behandlung von Rezessionsdefekten im Unterkiefer mit einem subepithelialen Bindegewebstransplantat und gereinigtem rhPDGF-BB: Eine konsekutive Fallserie
Rubins, Robert P. / Tolmie, Paul N. / Corsig, Kenneth T. / Kerr, Eric N. / Kim, David M.
Die Behandlung gingivaler Rezessionsdefekte im Unterkiefer ist oft aufgrund der Anatomie erschwert, z. B. bei einer unzureichenden Tiefe des Vestibulums, einem hohen Ansatz des Frenulums und dünnem labialem Knochen. Anhand mehrerer aktueller systematischer Reviews wurde belegt, dass die Behandlung von Defekten der Miller-Klassen I und II mit einem Bindegewebstransplantat (CTG) und einem koronalen Verschiebelappen (CAF) am effektivsten und zuverlässigsten ist. Zwischen den Ergebnissen im Unter- und im Oberkiefer wurde dabei jedoch nicht unterschieden. In der hier vorgestellten prospektiven konsekutiven Fallserie wurde rekombinanter humaner Platelet-derived Growth Factor-BB (rhPDGF-BB) bei 11 gesunden Patienten zur Behandlung von Defekten der Miller-Klasse I oder II im Unterkiefer mit einem CTG kombiniert. Die mittlere Tiefe und Breite der Rezessionsdefekte hatte sich nach 24 Wochen statistisch signifikant gegenüber dem Ausgangswert verändert: Die mittlere Rezessionstiefe nahm von 3,4 ± 0,5 mm auf 0,8 ± 0,8 mm und die mittlere Rezessionsbreite von 3,1 ± 0,7 mm auf 1,7 ± 1,3 mm ab. Wegen der geringeren Defekttiefe wurde in dieser Studie nach sechs Monaten im Unterkiefer eine mittlere prozentuale Wurzeldeckung von 79,6 % erreicht. Obwohl die Behandlungsergebnisse den aus der Literatur bekannten Vorgaben entsprachen, war insbesondere die anteilige Wurzeldeckung aufgrund der schwierigen anatomischen Situation bei Rezessionsdefekten im Unterkiefer nach 24 Wochen etwas schlechter.