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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 3     16. Juli 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 3  (16.07.2014)

Seite 407-413


Modifizierter apikaler Verschiebelappen: Ein operativer Ansatz für die Augmentation von Spenderstellen vor der Mobilisierung eines lateralen Verschiebelappens
Carnio, João
In der vorliegenden Studie wurde die Vergrößerung des keratinisierten Gewebes an der Spenderstelle durch einen modifizierten apikalen Verschiebelappen (MARF) untersucht. Es sollte festgestellt werden, ob dieses Verfahren das Indikationsspektrum und die Vorhersagbarkeit bei der Verwendung eines lateralen Verschiebelappens (LPF) ohne negative Auswirkungen auf die Spenderstelle verbessern kann. Bei 30 gesunden Patienten wurden 30 isolierte Defekte mit Rezessionen und/oder fehlender befestigter Gingiva behandelt. Alle Spenderstellen an diesen Defekten wiesen ein horizontal und vertikal unzureichendes Angebot von Gingiva auf. Mittels MARF-Technik wurden diese Bereiche acht Wochen vor der Verwendung eines LPF augmentiert. Nach 18 Monaten wurden Spender- und Empfängerstelle klinisch evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Spenderstelle nach acht Wochen von 2,78 mm auf 5,01 mm vergrößert hatte und nach Mobilisierung des LPF bei 3,28 mm blieb. Die Rezessionstiefe und die Sondierungstiefe blieben an der Spenderstelle unverändert. An der Empfängerstelle nahm die Rezessionstiefe von 1,86 auf 0,57 mm ab, während die keratinisierte Gingiva von 0,71 mm auf 3,57 mm und die befestigte Gingiva von 0,05 mm auf 2,49 mm anstieg. Mithilfe der MARF-Technik lässt sich die keratinisierte Gingiva an der Spenderstelle effizient und vorhersagbar erhöhen. Außerdem ermöglicht sie ohne Folgen für die Spenderstelle eine bessere Behandlung mittels LPF.