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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 4     19. Aug. 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 4  (19.08.2014)

Seite 549-554


Metrische Analyse des Weichgewebes beim maximalen Lachen. Teil 2: Ältere Kaukasier
Nelson, Katja / Hu, Xiulian / Nack, Claudia / Nahles, Günter / Mehrhof, Jürgen / Nahles, Susanne
Ästhetische Parameter spielen eine entscheidende Rolle bei der oralen Rehabilitation auch von älteren Patienten. Bislang gibt es keine Studie, die bei Patienten über 50 Jahren Menge und Häufigkeit der Exposition von Weichgewebe im Bereich der Papillen quantifiziert hat. In der vorliegenden Studie wurden 42 vollbezahnte Patienten mit einem Durchschnittsalter von 61 Jahren bei maximalem Lachen fotografiert. Die digitale Auswertung und Vermessung der Sichtbarkeit der Gingiva und Papille ergab, dass unabhängig vom Geschlecht über 90 % der Probanden im Bereich der Frontzähne und der ersten Prämolaren eine Papille zeigen. In abnehmender Reihenfolge dargestellt, zeigt sich folgende Häufigkeit der Sichtbarkeit der Papille: am oberen lateralen Schneidezahn 96 %, mittleren Schneidezahn 94 %, Eckzahn 94 %, ersten Prämolaren 91 %, zweiten Prämolaren 85 % und ersten Molaren 39 %. Die durchschnittlich sichtbare Papillenhöhe betrug 3,4 mm (0 bis 10 mm). Es bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern und der Höhe der Papille im Bereich der Frontzähne, der Prämolaren und der ersten Molaren (P = 0.97, P = 0.79 und P = 0.48). Bei den Probanden über 50 Jahre war im Vergleich zu den jüngeren im Bereich der Prämolaren und Molaren signifikant weniger Gingiva zu sehen, jedoch nicht im Frontzahnbereich. Die Papillenhöhe ist bei den älteren Kaukasiern im Bereich der Frontzähne und der Prämolaren signifikant reduziert. Mit zunehmendem Alter sinkt die durchschnittliche Höhe der sichtbaren Gingiva und Papille, hinsichtlich der Häufigkeit zeigen allerdings über 90 % der Probanden im Frontzahnbereich und mehr als 70 % im Bereich der zweiten Prämolaren eine Papille. Somit sollte die rote Ästhetik auch bei Patienten über 50 Jahren bei der (implantat)prothetischen Behandlungsplanung Beachtung finden.