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Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 5     19. Nov. 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 5  (19.11.2014)

Seite 607-615


Knochendimensionen im unteren Seitenzahnbereich: Eine retrospektive radiologische Studie unter Verwendung der digitalen Volumentomografie. Teil 2: Untersuchung der unbezahnten Bereiche
Braut, Vedrana / Bornstein, Michael M. / Kuchler, Ulrike / Buser, Daniel
Für die präoperative Implantationsplanung ist die präzise radiologische Diagnostik der lokalen Knochendimensionen und Knochenmorphologie wichtig. In der vorliegenden retrospektiven Studie wurden die Dimensionen und die Morphologie der unbezahnten Areale im unteren Seitenbereich unter Verwendung der digitalen Volumentomografie (DVT) untersucht. In dieser retrospektiven Studie wurde die Knochenbreite (BW) des Unterkiefers auf den DVT-Aufnahmen an drei Stellen für Prämolaren (PM1, PM2) und Molaren (M1, M2) ermittelt: 1 mm und 4 mm unter dem am weitesten kranial gelegenen Punkt des Alveolarkamms (BW1, BW2) sowie am oberen Rand des Mandibularkanals (BW3). Außerdem wurden die Höhe (H) des Alveolarkamms (Abstand zwischen den Messpunkten BW1 und BW3) sowie das Vorhandensein lingualer Unterschnitte erfasst. Insgesamt erfüllten 56 DVTs die Einschlusskriterien, sodass die Studie an insgesamt 127 Schnittbildern erfolgte. Am Messpunkt BW2 zeigte sich von PM1 zu M2 ein statistisch signifikanter Anstieg (p < 0,001), nicht hingegen an BW1 und BW3. Die Alveolarkammhöhe nahm von PM1 zu M2 ab. H (p = 0,001) und BW1 (p = 0,03) waren statistisch signifikant vom Geschlecht abhängig. Weder die Knochenbreite (BW1: p = 0,37; BW2: p = 0,31; BW3: p = 0,51) noch die Alveolarkammhöhe (p = 0,41) des unteren Seitenzahnbereichs hingen statistisch signifikant vom Alter ab. Insgesamt fanden sich an 73 unbezahnten Bereichen (57,5 %) keine sichtbaren lingualen Unterschnitte; 13 Bereiche (10,2 %) wiesen einen lingualen Unterschnitt auf, der sich auf die Implantation auswirkte. Die präzise Evaluation des Alveolarkamms mithilfe von Schnittbildern ist für die Analyse der vertikalen und bukkolingualen Knochendimensionen in verschiedenen Positionen des unteren Seitenzahnbereichs von großem Wert. Außerdem hilft die DVT bei der periimplantären Diagnose möglicher Probleme durch linguale Unterschnitte.