Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen. Weiterhin nutzen wir für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung Google Analytics, welches Cookies setzt. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK, ich bin einverstanden Ich möchte keine Google Analytics-Cookies
Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 5     19. Nov. 2014
Int J Paro Rest ZHK 34 (2014), Nr. 5  (19.11.2014)

Seite 579-588


Radiologischer Vergleich verschiedener Konzentrationen von rhBMP plus Knochen-Allograft mit einem 100 % mineralisierten Spongiosa- Allograft für den Sinuslift
Froum, Stuart J. / Wallace, Stephen / Cho, Sang-Choon / Khouly, Ismael / Rosenberg, Edwin / Corby, Patricia / Froum, Scott / Mascarenhas, Patrick / Tarnow, Dennis P.
In der vorliegenden Studie wurden Sinuslift-Verfahren mit zwei verschiedenen Dosierungen von rekombinantem humanem Bone Morphogenetic Protein-2/azellulärem Kollagenschwamm (rhBMP-2/ACS) in Kombination mit einem mineralisierten Spongiosa-Allograft (MCBA) durchgeführt. Die Kontrollgruppe wurde nur mit MCBA (Kontrolle) behandelt. Radiologisch bestimmt und analysiert wurden Knochenhöhe, -volumen und -dichte sowie der Anteil des vitalen Knochens. Die Messungen erfolgten bei 18 Patienten (36 Kieferhöhlen), die jeweils zwei der drei Transplantatkombinationen erhalten hatten (eine in jede Kieferhöhle): (1) Kontrollgruppe nur mit MCBA, (2) Testgruppe 1 mit MCBA + 5,6 ml rhBMP-2/ACS (8,4 mg rhBMP-2 enthaltend) und (3) Testgruppe 2 mit MCBA + 2,8 ml rhBMP-2/ACS (4,2 mg rhBMP-2 enthaltend). Außerdem wurden bei 16 Patienten sechs bis neun Monate nach dem Sinuslift bilateral Knochenzylinder entnommen. Die 36 CTs wurden mithilfe einer Computersoftware ausgewertet. Die Knochenhöhe wurde an zwei Zeitpunkten gemessen. Dabei ergab sich, dass sie in den Testgruppen signifikant höher war als in der Kontrollgruppe. Allerdings unterschieden sich die Messwerte am zweiten Messzeitpunkt statistisch nicht signifikant. Das drei Wochen postoperativ ermittelte Knochenvolumen unterschied sich statistisch signifikant zwischen Test und Kontrolle. Vor der Biopsie hatte das Knochenvolumen in der Testgruppe 1 mit der höheren rhBMP-2-Dosis statistisch signifikant stärker zugenommen als in der Testgruppe 2 und der Kontrolle. Zwischen den letzteren Gruppen bestand kein statistisch signifikanter Unterschied. Das Volumen und die Schrumpfung waren in allen drei Gruppen vergleichbar. Die Dichtewerte wichen von den vorgenannten Ergebnissen ab und waren in der Kontrollgruppe an beiden Messzeitpunkten statistisch signifikant höher. In den beiden Testgruppen nahm die Dichte vergleichbar und statistisch stärker zu als in der Kontrollgruppe. In allen Gruppen bestand ein starker Zusammenhang zwischen Höhe und Volumen und nur in der Kontrollgruppe auch zwischen dem Volumen und dem neugebildeten vitalen Knochen. Für keinen der gemessenen Parameter bestand ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Höhe und Knochendichte oder Volumen und Knochendichte. Um diese Ergebnisse zu verifizieren, müssen mehr Patienten untersucht werden. Beobachtet werden muss auch das Langzeitüberleben der in diese augmentierten Kieferhöhlen gesetzten Implantate.